LOST FILMS

Die Deutsche Kinemathek, das Museum für Film und Fernsehen in Berlin, betreibt seit 2008 das aufwendige Projekt LOST FILMS, an dem auch das Österreichische Filmmuseum aktiv beteiligt ist.

 
Die internationale Plattform LOST FILMS hilft dabei, Filme zu identifizieren und nach Werken zu suchen, die seit Jahrzehnten als verschollen gelten. Das Filmmuseum hat sich seit 2007 intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt und als erste Institution eine umfangreiche Monographie über einen „lost film“ herausgegeben: Josef von Sternberg. The Case of Lena Smith, Wien 2007.

 
Anfang 2010 hat das Filmmuseum zwei  Kadervergrösserungen sowie einen kurzen Clip zu zwei nicht identifizierten Filmen in die Datenbank von LOST FILMS eingegeben. Einer dieser Filme konnte bereits im Juli 2010 als Sparrows (mit Mary Pickford) von einem Online-Benutzer identifiziert werden. http://www.lost-films.eu/films/show/id/4437

 
Die Veröffentlichung eben solcher Informationen ist für Sammler wie für Forscher aller Disziplinen gleichermaßen wichtig. Darüber hinaus vermag eine Plattform, die besagtes Wissen bündelt, auch eine breite Öffentlichkeit einzubinden und ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wertvoll diese Filmdokumente für die Wissenschaft sind. Sie ruft dazu auf, etwaige Funde an Institutionen wie das Filmmuseum in Wien oder jenes in Berlin zur weiteren Forschung und Identifikation zu übergeben.

Case of Lena Smith, 1929, Josef von Sternberg