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Österreichisches Filmmuseum Fünfzig Jahre Filmpatenschaft

Filme von Guy Debord Die Filme des Philosophen, Avantgardekünstlers und Schriftstel- lers Guy Debord (1931–1994) waren lange Zeit unsichtbar. Erst seit ungefähr einer Dekade sind sie größtenteils wieder verfüg- bar – restauriert dank der Intervention von Olivier Assayas, im Originalformat 35mm. Debords heutiger Ruhm als Begründer des Situationismus und als einer der zentralen Autoren revolutionärer Kulturkritik und radikaler Kunstpraxis im 20. Jahrhundert hat frei- lich nicht dazu geführt, dass seine Filme heute zum Kanon ge- zählt würden. Außerhalb Frankreichs sind sie in keiner Museums- sammlung vertreten. Das Österreichische Filmmuseum arbeitet nun am Ankauf seiner zwei Langfilme und dreier Kurzfilme, die zusammen den Kern seines kinematografischen Œuvres reprä- sentieren. Fünf poetische, essayistische, wütende, sprachgewal- tige, zwischen Fotografie, Bewegtbild und Stimme changierende Kinomonumente – eine frontale Attacke auf den politischen und kulturellen Konsens der kapitalistischen Mediengesellschaft. Olivier Assayas: »People today have been swilling the notion of radicality for so long they’ve forgotten what it meant in earlier eras and what it means today. Radicality means taking the risk of being invisible, of not being seen at all, of being despised. Debord’s whole oeuvre is constructed on this truth, and in a way, the force with which it comes at us today is partly due to its invis- ibility, or to the prior misunderstanding. […] I think that Debord 24 In girum imus nocte et consumimur igni

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