Čelovek idet za solncem (Der Sonne entgegen)

Čelovek idet za solncem (Der Sonne entgegen) (1961)

Regie: Michail Kalik; Drehbuch: Valeriu Gagiu, Kalik; Kamera: Vadim Derbenev; Musik: Mikael Tariverdiev; Darsteller: Niku Krimnus, Lev Kruglyj, Valentin Zubkov, Evgenij Evstigneev. Moldova-Film (Kišinev). 35mm, Farbe, 71 min

Ein Junge geht durch die Stadt der Sonne nach, um die Welt zu umrunden. Er trifft auf die unterschiedlichsten Menschen und entdeckt die Welt für sich. Kaliks Film erschien am Höhepunkt des "Tauwetters" und wurde zum Ausdruck einer Erneuerung der gesellschaftlichen Atmosphäre, einer Rückkehr der Offenheit und des Vertrauens zu den Menschen. Er vermittelte aber auch die Unerreichbarkeit des Ideals. Während die meisten "Tauwetter"-Regisseure schwarzweiß drehen wollten, weil Farbe mit offiziellem Unterhaltungskino assoziiert wurde, gerieten für Kalik gerade die Farbe und die Freiheit der Kamerabewegung zu Symbolen eines frischen Blicks. Wie bei Barnet entsteht das Thema der Harmonie menschlicher Beziehungen, aber die lyrische Intonation klingt zuweilen traurig: Es erweist sich als unmöglich, nur der Sonne entgegen zu schreiten. Kalik, der in seiner Jugend durch Stalins Lager gegangen ist, vermochte in seinem Film eine lichte Welt mit den Augen eines Kindes zu erblicken. (Kleiman & Sopin)

Einführung von Christoph Huber

Spieltermine:

So 22.10.2017 20:30
(Russ. OmdU)
Do 09.11.2017 20:30
(Russ. OmdU)