I soliti ignoti (Diebe haben’s schwer), 1958, Mario Monicelli

I soliti ignoti (Diebe haben's schwer) (1958)

Regie: Mario Monicelli; Drehbuch: Suso Cecchi d’Amico, Age & Scarpelli, Monicelli nach Furto in una pasticceria von Italo Calvino; Kamera: Gianni Di Venanzo; Musik: Piero Umiliani; Darsteller: Vittorio Gassman, Marcello Mastroianni, Totò, Renato Salvatori, Claudia Cardinale. 35mm, s/w, 107 min
 
Anstatt der üblichen Verdächtigen: die üblichen Niemande. Die ganze Bande davon findet sich hier zusammen: Eierdiebe, Nichtsnutze, Traumtänzer und sonstige Kleinbürger mit beunruhigenden kriminellen Energien – ein Haufen tollpatschiger Hunde, die nun das ganz große Ding drehen und einen Leihhaus-Safe knacken wollen. Der große alte Totò versucht noch, ihnen das Metier beizubringen, aber die jungen Heißsporne, die sind halt zu leicht ablenkbar und ... wie soll man sagen ... luftig im Geiste? I soliti ignoti, basierend auf einer Kurzgeschichte von Italo Calvino, gilt als die Geburtsstunde der Commedia all'italiana, kann aber auch als Scharnierwerk betrachtet werden, denn die Konstruktion steckt noch ganz in den 1950er Jahren, Meisterklasse Camillo Mastrocinque, wenn man so will. Der Tonfall hingegen, geprägt vor allem durch die Schauspielstile von Mastroianni & Gassman und deren ganz eigene Beweglichkeit und Dreistigkeit, befindet sich schon in der Zukunft. (O.M.)
 

Achtung: Am 23. Februar 2018 wird statt der im Programmheft angekündigten Aufführung des Films La grande guerra (1959) von Mario Monicelli I soliti ignoti gezeigt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Screening dates: