Hamnstad (Hafenstadt), 1948, Ingmar Bergman

Hamnstad (Hafenstadt) (1948)

Regie: Ingmar Bergman; Drehbuch: Bergman, Olle Länsberg; Kamera: Gunnar Fischer; Musik: Erland von Koch; Darsteller: Nine-Christine Jönsson, Berta Hall, Bengt Eklund, Erik Hell, Mimi Nelson. 35mm, s/w, 97 min
 
Eine Hafengeschichte: Das Mädchen Berit geht ins Wasser, überlebt jedoch und schließt Freundschaft mit dem Seemann Gösta. Dessen Idealismus ist nahezu unerschütterlich, ohne dass er deswegen naiv wäre. Berit hingegen bezieht das Unglück anderer Menschen sofort auf sich: Ihre Freundin Gertrud ist bei einer Abtreibung gestorben. Der Pessimismus von Berit hat wie so oft bei Ingmar Bergman auch einen Ursprung im Generationenverhältnis: Die Eltern leben das Drama vor. Die Kinder hoffen auf den Sommer. Hafenstadt dokumentiert einen Übergang der Einflüsse: Immer noch steht Marcel Carné mit Le Quai des brumes Pate, doch Bergman hat inzwischen eine neue Erfahrung gemacht: Der italienische Neorealismus wirkt sich auch auf seinen Film aus. Bergman: "Er ist ganz im Geiste Rossellinis gemacht – diese unerhörte Einfachheit und Dürftigkeit, das Grautönige." (B.R.)

Screening dates:

Mo 15.01.2018 18:30
(Schwed. OmeU)