Ausstellungen

Neben Dauerleihgaben, zum Beispiel für die ständige Ausstellung medien.welten im Technischen Museum Wien, stellt das Filmmuseum regelmäßig Leihgaben für Wechselausstellungen und wissenschaftliche Publikationen zur Verfügung.
 

Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie stellte sich die Fotosammlung des Filmmuseums 2010 erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vor. In der Ausstellung Shadowplay wurde eine pointierte Auswahl von über 90 Originalabzügen zum Thema "Schatten in Film Stills" gezeigt. 2009 zeigte das Filmmuseum im Palais Clam-Gallas / Institut Français de Vienne die ­Ausstellung Jean-Pierre Léaud Citoyen du Cinema.
 

Leihgaben an Ausstellungen 2017

Farbiges Leuchten

Transparente Filmstandfotos der 1920er- und 30er-Jahre
Film und Kino waren in den 1920er- und 30er-Jahren populärer als zu jedem anderen Zeitpunkt der neueren Kulturgeschichte. Um auch außerhalb der Kinoprojektion Sichtbarkeit zu erlangen und Werbung betreiben zu können, nutzte das Medium Film seinen "älteren Bruder" – die Fotografie, auf der der Film technisch und ästhetisch in vieler Hinsicht aufgebaut hatte. Die Schau Farbiges Leuchten – Transparente Filmstandfotos der 1920er- und 30er-Jahre im Photoinstitut Bonartes präsentiert erstmals eine Sonderform innerhalb der Fotosammlung des Filmmuseums: handkolorierte Foto-Folien, die im Durchlicht zum Strahlen gebracht werden. Diese am Filmset hergestellten, meist anonymen Aufnahmen sollten – als ausgesprochen mondäne und exklusive Ausprägung fotografischer Werbung – in den Foyers der Wiener Premierenkinos die Schaulust anfachen und zum Lösen eines Kinobillets animieren. Bezogen auf den Aspekt der Projektion und des Lichts handelt es sich bei dieser raren Spielart der film stills um ein geradezu "selbstreflexives" Medium.
Eine Kooperation zwischen dem Photoinstitut Bonartes und dem Österreichischen Filmmuseum. Kurator: Roland Fischer-Briand
Photoinstitut Bonartes, Wien
Bis 7. April 2017
 

Film-Stills. Fotografien zwischen Werbung, Kunst und Kino

Ab November widmet sich die in Kooperation mit dem Filmmuseum organisierte Albertina-Ausstellung Film-Stills umfassend dem Genre der film stills: bei Dreharbeiten auf dem Set aufgenommenen Standfotos, die für Werbe- bzw. Pressematerialien und Kino-Schaukästen angefertigt wurden. Ein Drittel der ausgestellten Exponate stammt aus der Fotosammlung des Österreichischen Filmmuseums. Im Feld der Fotografiegeschichte bilden film stills ein komplexes Genre, weil Elemente des Films wiederholt, aber in ein anderes Medium überführt werden: Indem die Filmszenen am Set in einem aufwendigen Produktionsverfahren speziell für den Fotoapparat re-inszeniert werden, entstehen eigenständige "Zwischenbilder". Die Aufnahmen scheinen zwar direkt dem Film entnommen, zeigen jedoch nicht dasselbe wie das Filmbild, sondern Neuarrangements, die an einem konkreten Zeitpunkt zu statischen Tableaus verdichtet wurden – und auch losgelöst vom Film zu betrachten sind. So haben manche stills ihrerseits die Rezeption des zugehörigen Kinofilms entscheidend mitgeprägt.
Albertina, Wien

Bis 26. Februar 2017


  

Dauerausstellungen:

Verkehrsmuseum Wiener Linien

Technisches Museum Wien

Russian Jewish Museum and Tolerance Center, Moskau