Ausstellungen

Neben Dauerleihgaben, zum Beispiel für die ständige Ausstellung medien.welten im Technischen Museum Wien, stellt das Filmmuseum regelmäßig Leihgaben für Wechselausstellungen und wissenschaftliche Publikationen zur Verfügung.
 

Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie stellte sich die Fotosammlung des Filmmuseums 2010 erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vor. In der Ausstellung Shadowplay wurde eine pointierte Auswahl von über 90 Originalabzügen zum Thema "Schatten in Film Stills" gezeigt. 2009 zeigte das Filmmuseum im Palais Clam-Gallas / Institut Français de Vienne die ­Ausstellung Jean-Pierre Léaud Citoyen du Cinema.
 

Leihgaben an Ausstellungen 2016

Film-Stills. Fotografien zwischen Werbung, Kunst und Kino

Ab November widmet sich die in Kooperation mit dem Filmmuseum organisierte Albertina-Ausstellung Film-Stills umfassend dem Genre der film stills: bei Dreharbeiten auf dem Set aufgenommenen Standfotos, die für Werbe- bzw. Pressematerialien und Kino-Schaukästen angefertigt wurden. Ein Drittel der ausgestellten Exponate stammt aus der Fotosammlung des Österreichischen Filmmuseums. Im Feld der Fotografiegeschichte bilden film stills ein komplexes Genre, weil Elemente des Films wiederholt, aber in ein anderes Medium überführt werden: Indem die Filmszenen am Set in einem aufwendigen Produktionsverfahren speziell für den Fotoapparat re-inszeniert werden, entstehen eigenständige "Zwischenbilder". Die Aufnahmen scheinen zwar direkt dem Film entnommen, zeigen jedoch nicht dasselbe wie das Filmbild, sondern Neuarrangements, die an einem konkreten Zeitpunkt zu statischen Tableaus verdichtet wurden – und auch losgelöst vom Film zu betrachten sind. So haben manche stills ihrerseits die Rezeption des zugehörigen Kinofilms entscheidend mitgeprägt.
Albertina, Wien

4. November 2016 bis 26. Februar 2017


Farbiges Leuchten
Transparente Filmstandfotos der 1920er- und 30er-Jahre

Film und Kino waren in den 1920er- und 30er-Jahren populärer als zu jedem anderen Zeitpunkt der neueren Kulturgeschichte. Um auch außerhalb der Kinoprojektion Sichtbarkeit zu erlangen und Werbung betreiben zu können, nutzte das Medium Film seinen "älteren Bruder" – die Fotografie, auf der der Film technisch und ästhetisch in vieler Hinsicht aufgebaut hatte. Die Schau Farbiges Leuchten – Transparente Filmstandfotos der 1920er- und 30er-Jahre im Photoinstitut Bonartes präsentiert erstmals eine Sonderform innerhalb der Fotosammlung des Filmmuseums: handkolorierte Foto-Folien, die im Durchlicht zum Strahlen gebracht werden. Diese am Filmset hergestellten, meist anonymen Aufnahmen sollten – als ausgesprochen mondäne und exklusive Ausprägung fotografischer Werbung – in den Foyers der Wiener Premierenkinos die Schaulust anfachen und zum Lösen eines Kinobillets animieren. Bezogen auf den Aspekt der Projektion und des Lichts handelt es sich bei dieser raren Spielart der film stills um ein geradezu "selbstreflexives" Medium.
Eine Kooperation zwischen dem Photoinstitut Bonartes und dem Österreichischen Filmmuseum. Kurator: Roland Fischer-Briand
Photoinstitut Bonartes, Wien
27. Oktober 2016 bis 24. Februar 2017
 

Letztes Jahr in Marienbad. Ein Film als Kunstwerk
Die Kunsthalle Bremen widmet sich in dieser groß angelegten Ausstellung Alain Resnais' filmischem Meisterwerk L'Année dernière à Marienbad (F/I 1961) mit seinen unterschiedlichen Bezügen und seiner Relevanz für die Kunst des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Das Österreichische Filmmuseum stellt dafür 23 Vintage-Abzüge aus seiner Fotosammlung als Leihgaben zur Verfügung. Neben Presse- und Aushangfotos der deutschsprachigen Filmauswertung (Standfotograf: Georges Pierre) umfassen diese auch Produktionsfotos rare Aufnahmen, die während der Dreharbeiten entstanden.
Kunsthalle Bremen
14. November 2015 bis 13. März 2016
 
KINO.MAGIE – Was geschah wirklich zwischen den Bildern?
Die als METRO Kinokulturhaus wiedereröffnete Spielstätte des Filmarchiv Austria präsentiert in seinen neuen Ausstellungsräumlichkeiten die renommierte Sammlung Werner Nekes. "KINO.MAGIE" zeigt anhand historischer Objekte zur Vor- und Frühgeschichte des Bewegtbildes die weit zurückreichende Sehnsucht des Menschen, Bewegung fixieren und wiedergeben zu können. Das Österreichische Filmmuseum freut sich einen Beitrag beizusteuern: Den originalgetreuen Nachbau von Étienne-Jules Mareys Zoetrope [griech.: zoe = Leben, tropos = Drehung/Wendung]. Er entwickelte diesen bereits 1886/87, um die Flugphasen der Silbermöwe anhand von 1:1 Modellen wiedergeben zu können. Eine Wundertrommel, die ihrem Namen mehr als gerecht wird.
Metro Kinokulturhaus, Wien
Bis 31. Juli 2016
   

Dauerausstellungen:

Verkehrsmuseum Wiener Linien

Technisches Museum Wien

Russian Jewish Museum and Tolerance Center, Moskau