Una vita difficile (Ein schweres Leben) (Foto: Cinémathèque suisse)

Una vita difficile (Ein schweres Leben) (1961)

Regie: Dino Risi; Drehbuch: Rodolfo Sonego; Kamera: Leonida Barboni; Musik: Carlo Savina; Darsteller: Alberto Sordi, Lea Massari, Franco Fabrizi, Vittorio Gassman, Silvana Mangano, Alessandro Blasetti. 35mm, s/w, 120 min

 
Norditalien, 1944: Silvio, Partisan und Kommunist, kehrt in den Kampf zurück. Als der Krieg zu Ende ist, hofft er auf ein besseres Italien, nur um Jahr für Jahr eines Schlechteren belehrt zu werden: Das Land wird reicher, korrupter und dabei seelenloser – eine weitere Konsumentendemokratie eben. Am Ende, 1960, scheint ihm nichts anderes zu bleiben als das zornig-rasende Rotzen auf sämtliche Autos, die an ihm vorüberziehen so wie die Zeit. Eineinhalb Dekaden italienischer Geschichte: der Wiederaufbau in Rom und die ersten Jahre des boom, gesehen mit den Augen eines ­histo­rischen Verlierers, dessen Illusionen von einem Bruch mit der ­Vergangenheit brutal zerschmettert werden. Risi, unversöhnt, macht sich auch keine Mühe, seinen Ekel vor dieser neuen Warenwelt und ihren Geschöpfen, den seriell produzierten Individualisten und ehrbaren Machern alter Schule, zu verbergen. Dies irae, all’italiana. (O.M.)

Spieltermine:

Sa 09.01.2016 20:45
(Ital. Omd/fU)
So 24.01.2016 16:00
(Ital. Omd/fU)