Brutti, sporchi e cattivi (Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen)

Brutti, sporchi e cattivi (Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen) (1976)

Regie: Ettore Scola; Drehbuch: Sergio Citti, Scola, Ruggero Maccari; Kamera: Dario Di Palma; Musik: Armando Trovajoli; Darsteller: Nino Manfredi, Maria Luisa Santella, Francesco Anniballi, Franco Merli. 35mm, Farbe, 116 min

 
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich – wobei es hier lange so aussieht, als müsste wer draufgehen, damit in diesem Saustall endlich mal Ruhe einkehrt. Nino Manfredi gibt den Patriarchen eines vier Generationen feisten apulischen Clans, der in einer Dreckshütte am Stadtrand von Rom mehr haust als lebt. Sein Giacinto hat bei ­einem Unfall ein Auge verloren, die Versicherung zeigte sich großzügig, nun hockt er auf dem ganzen Geld, gibt nichts aus und lässt seine Sippschaft hämisch vor sich hin vegetieren, degenerieren. Erst eine fette Hure schafft es, ihm die Kohle zu entlocken, was nicht nur ­seine Angetraute rasend macht. Allein ein Mord kann hier noch ­helfen – doch wer könnte schon den unsterblichen Nino Manfredi meucheln? Eine poor white trash-Groteske von teilweise erstaunlicher (wie ergötzlicher) Widerwärtigkeit, die sich guckt, als hätte ein besonders zynischer Italowesterner versucht, den neorealismo rosa neu zu erfinden. (R.H.)

Spieltermine:

So 10.01.2016 20:30
(Ital. OmdU)
Sa 06.02.2016 16:00
(Ital. OmdU)