Grandeur et décadence d'un petit commerce de cinéma (Glanz und Elend eines kleinen Kinounternehmens)

Grandeur et décadence d’un petit commerce de cinéma (Glanz und Elend eines kleinen Kinounternehmens) (1986)

Regie, Drehbuch: Jean-Luc Godard nach einem Roman von James Hadley Chase; Kamera: Caroline Champetier, Serge Le François, Pierre Binggeli; Musik: Béla Bartók, Leonard Cohen, Bob Dylan, Janis Joplin, Joni Mitchell; Darsteller: Jean-Pierre Léaud, Jean-Pierre Mocky, Marie Valéra, Nathalie Richard, Jean-Luc Godard. Video, Farbe, 92 min

 
Eines von Godards lustigsten Werken, zugleich eines seiner schwärzesten: Schon der Titel gibt die sarkastische Stoßrichtung dieser Satire aufs kommerzielle Kino vor, die Godard als (klar aus dem Rahmen fallenden) Beitrag für die TV-Krimireihe Série noire inszenierte: Nouvelle-Vague-Ikone Jean-Pierre Léaud spielt wieder einmal einen Filmemacher, der noch vom Comeback träumt, während er sich das Überleben mit Probeaufnahmen finanziert – insbesondere dem fachgerechten Herrichten (und Vorführen) aus­giebig beäugter junger Damen für TV-Produktionen. Dazwischen versucht er deutsches Koproduktionsgeld zu beschaffen und diskutiert die Filmgeschichte mit niemand anderem als Jean-Luc Godard höchstselbst (der in seinem Gastauftritt ganz nebenbei ­Roman ­Polanski niedermacht). Gedreht in Godards eigenem Studio, mit Jean-Pierre Mocky als Produzenten-Partner der Hauptfigur: ­galliges Gipfeltreffen der unzufriedenen Rebellen. (C.H.)

Spieltermine:

Mi 30.03.2016 21:15
(Frz. OmeU)