Don't Blink – Robert Frank

Don't Blink – Robert Frank (2015)

Ein Film von Laura Israel; Kamera: Lisa Rinzler, Ed Lachman; Musik: The Mekons, Tom Waits, The Velvet Underground, Charles Mingus, The Kills, Yo La Tengo, Johnny Thunders, Bob Dylan, The Rolling Stones, New Order, The White Stripes, Patti Smith; mit Robert Frank, June Leaf, Yūichi Hibi, Tom Jarmusch. DCP, Farbe und s/w, 82 min
 

"I love mistakes", sagt Robert Frank einmal, "sometimes they work out." Es ist wie ein Motto für seine (Film-)Kunst, die sich oft ganz aus dem Treiben-Lassen speist, aber auch für seine wechselhafte, von paradox wirkenden Entscheidungen geprägte Biografie (so ließ er nach der Publikation seines Jahrhundert-Fotobands The Americans erst einmal das Fotografieren sein und wandte sich dem Filmemachen zu). Es gilt auch für diesen einnehmenden Dokumentarfilm, den seine langjährige Weggefährtin Laura Israel, die seit über 20 Jahren Franks Filme schneidet und sein Archiv betreut, im Geist des porträtierten Freundes gemacht hat: Erst war ein kurzes Video angedacht, bis Robert Frank sich einbrachte ... Seine humorvolle Präsenz wurde zum Kern eines in Beatnik-Mosaik-Manier zusammengesetzten, musikalisch assoziierten, rasanten Rückblicks auf Leben und Werk. Ideal für Frank-Einsteiger, aber auch eine reine Freude für seine profunden Kenner. (C.H.)