Kris (Krise), 1946, Ingmar Bergman

Kris (Krise) (1946)

Regie, Drehbuch: Ingmar Bergman nach dem Theaterstück Moderdyret von Leck Fischer; Kamera: Gösta Roosling; Musik: Erland von Koch; Darsteller: Inga Landgré, Dagny Lind, Marianne Löfgren, Allan Bohlin, Stig Olin. 35mm, s/w, 92 min
 
Zweifache Abstammung bezeugt Ingmar Bergmans erster Film: von der Literatur und vom Stummfilm. Die Bilder eines idyllischen Dorfes wirken zu Beginn noch wie Illustrationen: Die Kirche ragt über die Häuser, der Bus bringt Neues aus der weiten Welt. Durch diesen Prolog wird die Geschichte einer jungen Frau zu einer gesellschaftlichen Studie zwischen Stadt und Land, modernen Vergnügungen und alten Ängsten. Nelly lebt bei ihrer Stiefmutter Ingeborg, die richtige Mutter Jenny führt in Stockholm einen Schönheitssalon. Dem Kampf der beiden Frauen um das achtzehnjährige Mädchen entspricht das Werben des biederen Uffe und des liederlichen Jack. Moralische Fragen und melodramatische Antworten, das letzte Wort hat der allmächtige Erzähler. (B.R.)

Spieltermine:

Mo 08.01.2018 18:30
(Schwed. OmeU)