Peter Kubelka und Peter Konlechner, 1968 © Anton Faber

Fünfzig Jahre Filmmuseum

Eine Nicht-Untersagung

Je nachdem, welches Ereignis man eher als Geburt zu verstehen beliebt, kam das Österreichische Filmmuseum am 18. Februar, am 26. Februar oder am 2. März 1964 auf die Welt. Letzteres Datum markiert den ersten Abend (in einem Vorführsaal der Technischen Hochschule Wien) der ersten Schau (Klassiker des russischen Films I), die das Österreichische Filmmuseum veranstaltet hat; am 26. Februar war die konstituierende Vollversammlung des gleichnamigen Vereins zusammengetreten; und schon am 18. Februar wurde jenes Dokument ausgestellt, das unter österreichischen Bedingungen als die eigentliche Geburtsurkunde einer neuen Institution gelten muss: die behördliche Nicht-Untersagung des Österreichischen Filmmuseums durch die Sicherheitsdirektion Wien.

So ähnlich wie „Nicht-Untersagung“ (soll heißen: Geradenochduldung) fühlten sich wohl auch die ersten 18 Monate an, die Peter Konlechner und Peter Kubelka an wechselnden Spielstätten zubrachten, bevor sie im Herbst 1965 den Filmsaal in der Albertina als zentralen Standort des Filmmuseums etablierten.

Ebenso ungenau hielten wir es auch mit den Veranstaltungen und Aktivitäten zum 50-Jahr-Jubiläum: Sie spielten sich über mehr als ein Jahr ab und fanden all over the place statt.