Rohstoff (3): In & Out of School

Coup de boule, 1987, Romuald Karmakar

7. bis 10. Dezember 2005

 

Der dritte Teil der Reihe Rohstoff untersucht die „kleine Form“ in Filmen, die während oder zum Abschluss der Ausbildung auf Kunst- oder Filmakademien entstanden sind – sowie erste Werke von Autodidakt/innen. Regisseuren wie Charles Burnett, Jane Campion, Hans Scheugl oder Lars van Trier, die ein Filmstudium absolvierten, stehen „Quereinsteiger“ wie Léos Carax, Todd Haynes, Maurice Pialat, Romuald Karmakar oder Paul Verhoeven gegenüber. Harun Farocki und Ulrich Seidl hingegen entschlossen sich, ihre Ausbildungsstätte freiwillig – oder unter Druck – relativ rasch wieder zu verlassen.

 
Manche der hier präsentierten Arbeiten sind seit ihrem ersten Erscheinen Teil der Filmgeschichte – Saute ma ville oder Mosaik im Vertrauen, mit denen Chantal Akerman bzw. Peter Kubelka und Ferry Radax auf Anhieb Schlüsselwerke vorlegten. Andere Filmversuche, die wir für dieses Programm ausgesucht haben, durchliefen eine schwierige Produktions-, Distributions- und Rezeptionsgeschichte: Sie sind kaum je zur Aufführung gekommen, wurden nicht wirklich wahrgenommen oder erst in den letzten Jahren wiederentdeckt. Rohstoff (3): In & Out of School fragt nach den Mechanismen der Rezeption, dem Warum und Wie des Vergessens und Erinnerns oder des Unsichtbarbleibens. Zwischen den jungen Film(schul)-Debütanten entsteht ein lebendiges „Gespräch“ – quer über die Genres, Jahrzehnte und soziokulturellen Hintergründe hinweg. (Dietmar Schwärzler/Sylvia Szely)

 
Begleitend zur Filmreihe erscheint das zweite „Rohstoff“-Fanzine im Sonderzahl Verlag. „Rohstoff“ ist eine Veranstaltung von Projektor und Filmmuseum in Kooperation mit sixpackfilm, unterstützt von BKA Kunstsektion II/3, Wien Kultur, Land Vorarlberg/Kultur.

Zusätzliche Materialien