Tribute to John Cook

John Cook am Set von "Langsamer Sommer"

29. bis 31. März 2006
 

John Cook (1935–2001) vereint zwei scheinbar konträre Positionen im österreichischen Filmschaffen der 1970er Jahre auf sich: Er war Außenseiter und zugleich zentraler Protagonist dieser Ära. Mit den Filmen, die der gebürtige Kanadier von 1972-82 in Wien drehte, schuf er sich einen bleibenden Platz in der Geschichte des österreichischen Films.
 
Der Dokumentarfilm Ich schaff's einfach nimmer, der autobiografische Spielfilm Langsamer Sommer und die Romanverfilmung Schwitzkasten sind rare Ausnahmeerscheinungen im Kino dieser Jahre. Inspiriert von der Nouvelle Vague und vom Neorealismus, bringen sie einen neuen Ton von Unmittelbarkeit und einen besonderen Humor ins Spiel, ein Interesse am ganz Alltäglichen, an der kleinen Form. Sie sind "die Antithese zu all dem, was man nach Karl Kraus die 'Präzisionsmaschinen der Banalität‘ nennen könnte" (Michael Omasta).
 
Die Hommage an einen "Querschläger from abroad" zeigt die drei, vom Filmmuseum jüngst restaurierten Hauptwerke Cooks; davor ist die Schau auch bei der Diagonale in Graz zu sehen. Als Band 3 der FilmmuseumSynemaPublikationen erscheint das Buch John Cook. Viennese by Choice, Filmemacher von Beruf, herausgegeben von Michael Omasta und Olaf Möller, das neben einem Essay, Gesprächen und vielen Illustrationen die bislang unveröffentlichte Autobiografie des Regisseurs enthält. Der Regisseur beweist hier auch sein Talent als literarischer Erzähler.
 
Die Restaurierung der Filme von John Cook und die Herstellung des ihm gewidmeten Buches wurden ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der DOR Film, der Filmabteilung im Bundeskanzleramt/Kunstsektion, des Österreichischen Filminstituts, der Kanadischen Botschaft in Wien und des Fachverbands der Audiovisions- und Filmindustrie.

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