Hunde | Welt | Bild
Filmschau und Symposium

Life on Mars, 2005, Aldo Giannotti
27. und 28. März 2009
 
Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und alle Antworten sind im Hunde enthalten. Franz Kafka 
 
In sämtlichen Epochen der Kunstgeschichte, in der (Hobby-)Fotografie und im Film nimmt der Hund einen singulären Platz ein und spielt eine (manchmal verborgene) Hauptrolle: als Begleiter, als Beobachter, als Beteiligter, als Zeuge, als Darsteller, als Wächter, als Spielkamerad oder als zufällig anwesender Protagonist.
 
Ausgehend von Hanna Schimeks neuem Buch Ohrenzeugen oder Die Hündische Komödie präsentieren das Filmmuseum und Synema zwei Programme mit raren Kurzfilmen von 1894 bis 2009 sowie ein international besetztes Symposium, das sich der bildhaften Darstellung des Hundes in unterschiedlichen Medien und Kunstsparten widmet und diverse Aspekte der Beziehung zwischen Mensch und Hund beleuchtet. Die Referent/innen, die über das „visuelle Tier“ berichten werden, stammen aus den Bereichen Kunstpraxis, Philosophie, Filmtheorie, Kunstgeschichte, Biologie und Psychoanalyse.
 
Die beiden Filmprogramme verfolgen das Hundesujet anhand von 30 Beispielen – und quer durch die gesamte Fülle des Kinos; vom frühen Edison-Film bis zu Uraufführungen neuer Avantgardefilme, von Propagandafilmen der 40er Jahre bis zu Werken großer auteurs wie Ermanno Olmi und Gillo Pontecorvo. In der „Montage“ dieser Werke treten neue Nachbarschaften und Bedeutungen zutage: Die privaten Hunde-Dokumente der Gebrüder Lumière treffen auf Andy Warhols Factory Diaries, die Weltkriegs-Hunde mit der Meldekapsel werden von William Wegmans Dog Baseball kommentiert, und Gustav Deutschs gefundene „Zufallshunde“ begegnen 100 Jahre später ihren Nachfahren in Vivian Ostrovskys Public Domain.
 
„Hunde | Welt | Bild“, kuratiert von Wilbirg Brainin-Donnenberg und Hanna Schimek, ist eine gemeinsame Veranstaltung von Synema – Gesellschaft für Film und Medien und dem Filmmuseum.
Zusätzliche Materialien