Digital Formalism / Dziga Vertov: DVD-Präsentation, Konferenz, Filmprogramme

Sestaja cast' mira (Ein Sechstel der Erde)

14. bis 16. Jänner 2010

  

Zum Abschluss und als Krönung des mehrjährigen Forschungsprojekts Digital Formalism über die Aktualität von Dziga Vertovs filmischen Verfahren präsentieren die Projektpartner eine neue Doppel-DVD, eine internationale Vertov-Konferenz sowie drei Filmprogramme. Die DVD ist von einem hochrangigen „meeting of the minds“ geprägt: Der britische Komponist Michael Nyman hat auf Anregung des Filmmuseums zwei Scores zu klassischen Filmen des sowjetischen Kinorevolutionärs geschaffen – Ein Sechstel der Erde (1926) und Das elfte Jahr (1928). Die Filme wie die Musik sind DVD-Erstveröffentlichungen und werden ergänzt durch reichhaltige Zusatzmaterialien. Nach der preisgekrönten Filmmuseum-DVD zu ˙Entuziazm soll die Publikation einen weiteren Beitrag zur internationalen Renaissance von Vertovs Œuvre leisten.
 
„Die Methode hat ihr Haus verlassen und lebt jetzt auf eigene Faust“, schrieb der russische Formalist Viktor Šklovskij 1923 im ­Berliner Exil. Ausgehend von der Praxis und den Theorien Vertovs untersucht die internationale Vertov-Kon­ferenz „Method left home“ den Zusammenhang von Filmwahrnehmung und Digitalität, Ästhe­tik und Algorithmus, Archiv und ­automatisierter Filmanalyse. Die Konferenz wurde vom TFM organisiert und findet im Filmmuseum und am Campus der Universität Wien (15. und 16.12.) statt. Mit ­Annette Michelson, Wolfgang Beilenhoff, John MacKay, Ute Holl u. a. kommen prominente Vertov-Forscher/ innen zur Wiener Konferenz.
 
Nähere Informationen zur Konferenz unter www.digitalformalism.org. Digital Formalism – The Vienna Vertov Collection ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des TFM – Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien, des Österreichischen Filmmuseums und der Interactive Media Systems Group der TU Wien. Es wurde gefördert vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF).
 
Die DVD-Publikation wurde in Kooperation mit ZDF / ARTE und »pèlerinages« Kunstfest ­Weimar sowie dem Wiener Konzerthaus realisiert.
Zusätzliche Materialien