Premiere:

Neue Filme von Matteo Garrone, Norbert Pfaffenbichler, Philip Scheffner und Nik Thoenen

Reality, 2012, Matteo Garrone
25. April („A Messenger from the Shadows” / „Korpus Grotesk“),
28. April („Revision“) sowie 2. und 4. Mai („Reality”)
 
Der neue Langfilm des österreichischen Künstlers Nobert Pfaffenbichler, der mit seiner letzten Arbeit Conference bei den Filmfestspielen in Venedig vertreten war, ist am 25. April in Anwesenheit des Filmemachers im Filmmuseum zu sehen: A Messenger from the Shadows. Notes on Film 06 A zollt einem legendären Darsteller des amerikanischen Horrorfilms Tribut – Lon Chaney, genannt „the man with the thousand faces“. Im Anschluss zeigen Pfaffenbichler und sein „Hauskomponist“ Bernhard Lang den Trailer für ein kommendes Projekt rund um Boris Karloff. Den Auftakt des Abends macht eine weitere Erstaufführung: Nik Thoenens kurzer, hochverdichteter „Schriftfilm“ Korpus Grotesk.
 
Am 28. April präsentiert das Filmmuseum Philip Scheffners packende dokumentarische Recherche Revision. Diese Untersuchung des mysteriösen Todes zweier rumänischer Männer an der deutsch-polnischen Grenze im Jahr 1992 wurde auf der letztjährigen Berlinale intensiv diskutiert und festigte Scheffners Reputation als einer der zentralen Essay- und Dokumentarfilmer Deutschlands.   
 
Die vierte Premiere, zu sehen am 2. und 4. Mai, ist einem renommierten europäischen Kinoautor gewidmet. Matteo Garrone, dessen Studie der neapolitanischen Camorra – Gomorra (2008) – weltweit Aufsehen erregt hat, war im Filmmuseum bereits mit früheren Werken wie Ospiti (1998) und L’imbalsamatore (2002) präsent. Sein jüngster Film Reality ist ein dunkles, emphatisch-sarkastisches Märchen über eine Nation im Würgegriff des Privatfernsehens – und steht in einer Linie mit italienischen Klassikern wie Viscontis Bellissima und Fellinis Der weiße Scheich.
 
Die Wien-Premiere von „A Messenger from the Shadows“ ist eine gemeinsame Veranstaltung mit Sixpackfilm. Die Premieren der Filme von Philip Scheffner und Matteo Garrone finden in Zusammenarbeit mit dem Crossing Europe Filmfestival in Linz statt (23. bis 28. April).
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