Premiere:

"Theeb" (2014) von Naji Abu Nowar

Theeb

15. Oktober 2015

 

Eine Wüste am Rande des Osmanischen Reichs im Jahr 1916: Nach dem Tod des Vaters wird der junge Theeb („Wolf“) von seinem älteren Bruder Hussein in die Grundlagen des Beduinenlebens eingeführt. Als ein britischer Armeeoffizier mit mysteriöser Mission auftaucht, muss ihn Hussein gemäß den Gesetzen der Gastfreundschaft auf eine gefährliche Expedition durch die Wüste begleiten. Der neugierige Theeb folgt ihnen heimlich: Als er entdeckt wird, ist es zu spät, ihn zurückzuschicken – prompt gerät die Gruppe in einen Hinterhalt, und Theeb muss sich alleine im feindlichen Niemandsland durchschlagen. Ein Entwicklungsroman der hart erkämpften Einsichten im Genre-Kleid – und ein Film, der die Perspektive von Lawrence of Arabia auf den Kopf stellt.

Theeb, das Langfilmdebüt von Naji Abu Nowar, war eine der größten Entdeckungen im Festivalherbst 2014, wurde in Venedig preisgekrönt und erntete Lobeshymnen – für den Regisseur, die Darsteller und nicht zuletzt für seine visuelle Gestaltung. Der österreichische Kameramann Wolfgang Thaler, bekannt u.a. für seine enge Zusammenarbeit mit Ulrich Seidl und Michael Glawogger, war verantwortlich für die bestechenden Cinemascope-Bilder dieses konzentrierten und zugleich pointierten Wüsten-Westerns.

Die Premiere von „Theeb“ im Österreichischen Filmmuseum findet in Anwesenheit von Wolfgang Thaler statt.

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