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Film ONLINE

Übersicht

Film online ist die logische Konsequenz aus den bisherigen Aktivitäten des Österreichischen Filmmuseums: Seit 2005 erscheinen regelmäßig Filme auf DVD, seit 2009 werden Teile der "Non-Film"-Sammlungen sukzessive online zugänglich gemacht. Das Internet ermöglicht einen breiten, ortsunabhängigen Zugang zu ausgewählten Filmbeständen, die für dieses Publikationsmedium besonders geeignet sind.

Am 20. Mai 2012 kamen die ersten Laufbilder auf die Webseite des Filmmuseums: Die Kinonedelja – Online Edition präsentiert sämtliche im Filmmuseum erhaltenen Ausgaben der ersten Wochenschau-Serie von Dziga Vertov, der Kinonedelja (Filmwoche) (1918-1919). Die Kinonedelja – Online Edition wurde im Rahmen des europäischen Digitalisierungsprojekts EFG1914 realisiert. Im Zuge dieses Projekts haben 21 Archive aus 14 Ländern über 700 Stunden Spiel- und Dokumentarfilm-material zum Ersten Weltkrieg digitalisiert und online zugänglich gemacht.
>> Zu den EFG1914-Beiträgen des Filmmuseums
 
Im Juni 2014, im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des Filmmuseums, entstand die stetig wachsende Videogalerie In person: Videodokumente 1975-2015. Durch Ausschnitte aus aufgezeichneten Publikumsgesprächen und Vorträgen bietet diese Galerie die Gelegenheit, einige jener Größen des Kinos näher kennenzulernen, die das Filmmuseum im Lauf von fünf Jahrzehnten besucht haben. Die kurzen Einblicke sollen auf diesen einzigartigen Bestand von Dokumenten aufmerksam machen, der in seiner Gesamtheit für Recherchen vor Ort zur Verfügung steht.

Im August 2015 machte das Filmmuseum seinen kompletten Bestand der Wochenschauserie, Österreich in Bild und Ton, über eine recherchierbare Datenbank online zugänglich. Die erste staatlich produzierte – und damals einzige – Wochenschau in Österreich diente als wichtiges Propagandainstrument für den Ständestaat unter Bundeskanzler Kurt Schuschnigg. Der im Filmmuseum erhaltene Bestand von 264 Ausgaben mit einer Gesamtlaufzeit von mehr als 34 Stunden erschließt die wechselvollen Jahre 1935 bis 1937 durch eine beeindruckende Bandbreite an Berichterstattungen – von welterschütternden Ereignissen über die (Alltags-)kultur bis hin zu den verblüffendsten Kuriosa.

Video-Essays erfahren seit einigen Jahren erhöhte Aufmerksamkeit in cinephilen Kreisen. Eine Auswahl dieser facettenreichen Praxis wird online versammelt und ständig erweitert.

Weitere Filme aus der Sammlung des Filmmuseums sind auf autorisierten Partner-Webseiten zu finden. Zwischen Februar und Dezember 2014 präsentierte das Filmmuseum in Kooperation mit der Tageszeitung Der Standard unter dem Titel Stadtfilme eine kuratierte Reihe wienbezogener Filme und Filmausschnitte. Im Zwei-Wochen-Rhythmus wurden 23 Beispiele, die das gesamte 20. Jahrhundert umspannen, auf der Webseite derStandard.at veröffentlicht – jeweils kontextualisiert durch Kommentare von Filmwissenschafter/inne/n und Historiker/inne/n. Im Jahr 2015 wurde die fruchtbare Kooperation mit einer neue Serie mit dem Titel Die Rückseite des Films im ähnlichen Format weitergeführt, die der Filmgeschichte abseits des großen Kinos gewidmet ist.

Das Filmmuseum ist außerdem an zahlreichen Forschungsprojekten beteiligt, die zum großen Teil unmittelbar mit der Aufarbeitung und Interpretation der Sammlungsbestände verbunden sind: Im April 2012 wurden die Ergebnisse des Projekts Film.Stadt.Wien in Form der Online-Datenbank StadtFilmWien veröffentlicht, auf der fast 100 Amateurfilme, Wochenschauen sowie Werbe- und Industriefilme zu sehen sind. Weiteren Zugang zu Forschungsergebnissen um die Sammlung des Filmmuseums offeriert die Webseite zum Projekt Ephemere Filme: Nationalsozialismus in Österreich. Als Ausgangspunkt diente der Bestand sogenannter "ephemere" Filmartefakte aus den 1930er und 1940er Jahren.
Kontakt:
Eszter Kondor

T +43 | 1 | 533 70 54 DW 12