Urbanize!
Die Stadt filmen – von unten

Wien Stadt meiner Träume, frühe 1960er Jahre, HS Produktion

11. bis 14. Oktober 2012

 

Der Film hat wie kaum ein anderes Medium die Großstadt geprägt und dynamische Wahrnehmungsweisen geschaffen: mehr oder weniger glückliche Einübungen ins urbane Leben. Abseits des Erzähl­kinos berichten unabhängige, nicht-industrielle ­Werke wie Amateur-, Dokumentar- oder Avantgarde­filme vom Eigensinn und vom widerständigen ­Potenzial dieses Mediums – sei es durch die Kontingenz der filmischen Bilder, die extreme Kristalli­sation der Form oder die Fokussierung auf neue ­politische Gemeinschaften. „Die Stadt filmen – von unten“ bietet einen Querschnitt durch die Möglichkeiten, Stadt anders wahrzunehmen, und das heißt auch: sie sich sinnlich-anders anzueignen. Vom Leitfaden des Kinderspiels in Jacques Rivettes Le Pont du Nord zur Stadt-Expedition der Wiener Amateurin, von den Phantom Rides der frühen Kinoamateure zum Agitationsfilm der „ARENA“-Nachfolger.
 
urbanize! ist Wiens „Internationales Festival für urbane Erkundungen“ und findet im Oktober 2012 zum dritten Mal statt. Dem Film ist erstmals ein Schwerpunkt gewidmet, gestaltet vom Filmmuseum und dem Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft. Die vier Programme mit Filmen und Gästen werden ergänzt durch einen Vortrag des Kulturwissenschaftlers Klaus Ronneberger über Jacques Tati und die Situationistische Internationale.
Zusätzliche Materialien