Die Kamera in der Fabrik

Die Kamera in der Fabrik (1970)

Regie, Drehbuch: Chris Marker, Groupe Medvedkine; Kamera: Pierre Lhomme. s/w, 88 min. Frz. OF mit dt. Kommentar
 
Eine Kompilation der Filme À bientôt, j'espère (1968) und Classe de lutte (1969) - über das notwendige Scheitern der schönen Utopie vom Film für die Arbeiter. Marker und einige Mitstreiter drehten den Film zur Unterstützung des Streiks der Fabrik Rhodiacéta. Er lässt die Arbeiter zu Wort kommen, zeigt die Auswirkungen des Streiks und Solidarisierungen. Der sparsame Kommentar ordnet sich den Aussagen der Betroffenen unter. Dennoch wird von diesen kritisiert, dass der Blick des Films zu ethnografisch sei und außerhalb der Arbeiterklasse bliebe. Einige Arbeiter gründen daraufhin ein Filmkollektiv. Klaus Wildenhahn: „Trotz einer selbstgefälligen Note von Seiten der Pariser Filmmacher ist die Stoßrichtung des Films allen westdeutschen Dokumentaristen voraus und zeigt die Entwicklung von Chris Marker, der an diesem Punkt seine eigenen Worte denen der Arbeiter von Besançon unterordnet." (T.T.)

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