Mai | Juni 2012

Irma Vep, 1996, Olivier Assayas © Isabelle Weingarten

11. Mai bis 17. Juni 2012

Olivier Assayas. Das Gesamtwerk

Mit zwei neuen Publikationen und einer Gesamtschau seines bisherigen Schaffens würdigt das Österreichische Filmmuseum einen Künstler, der zu den Ausnahme-erscheinungen im europäischen Kino der letzten drei Jahrzehnte zählt. Für Olivier Assayas ist das Kino die Kunst des beständigen Aufbruchs, der Gestaltung einer Unruhe - entsprechend souverän verweigert sich sein Werk jeglicher Einordnung in eine Schublade. Dass es dennoch eine Art Assayas-Klischee in der Rezeption seiner Arbeiten gibt, ist eine andere Sache, auf die er in vielfältiger Weise reagiert. Das „typisch Französische“, Intimistische, das an seinem Kino gern betont wird, bricht sich stets an Assayas’ präzisem Blick auf die Gegenwart - die technologischen, ökonomischen, sozialen und psychischen Bedingungen der Globalisierung.[...]
Machorka-Muff, 1963, Jean-Marie Straub & Danièle Huillet

Das Oberhausener Manifest ist eines der wichtigsten Gruppendokumente des europäischen Films. 26 junge Münchner Filmemacher erklärten am 28. Februar 1962 in Oberhausen „Papas Kino“ für tot und reklamierten in einer Mischung aus ungestümem Pathos und nieder-schmetternder Diagnose der deutschen Filmwirtschaft die Lizenz zur Schaffung eines neuen Kinos. Dieser Akt gilt seither als Urknall des „Jungen deutschen Films“.[...]

Die Utopie Film

Kapitel 64

Mit Werken von Cameron Crowe, Joseph Kohn, Murray Lerner, Richard Lester, Albert & David Maysles, D.A. Pennebaker, Charlotte Zwerin[...]


Xia nü (A Touch of Zen), 1971, King Hu

25. Mai bis 17. Juni 2012

King Hu

Hätte es King Hu nicht gegeben, wäre es um die internationale Filmgeschichtsschreibung heute anders bestellt: Ohne A Touch of Zen (1971) oder Raining in the Mountain (1979) müsste das chinesische Abenteuer- und martial arts-Kino vielleicht noch immer auf seine Aner-kennung im Mainstream der Filmkritik warten. Anders gesagt: King Hu war der Schlüssel für die Erforschung und Exegese einer ganzen Populärkultur. Bruce Lee hatte sie weltweit bekannt und zu einem echten 60s/70s-Pop-Phänomen gemacht - aber erst Hus Filme verliehen ihr die höheren Weihen. Sie bestätigten für viele einen gewissen vagen Eindruck: dass es in der Kampfkunst noch um sehr viel anderes geht als um die spektakuläre Elimination möglichst vieler Gegner. So gliedert sich Hu in die Reihe jener ein, deren Werk Schneisen schlug.[...]
RR, 2007, James Benning

Neue DVD-Veröffentlichung

James Benning: casting a glance | RR

Das Filmmuseum setzt seine Reihe mit DVD-Veröffentlichungen der Werke von James Benning fort: Nach der ersten Ausgabe mit zwei seiner kanonischen Filme aus den 1980er Jahren präsentieren wir nun zwei Arbeiten, die parallel zueinander gedreht und 2007 uraufgeführt wurden: casting a glance und RR. Sie markieren Bennings Abschied vom analogen Filmemachen.[...]

Was ist Film

Programm 5-9

Mit Werken von Emile Cohl, Bruce Conner, Charles Dekeukeleire, Aleksandr Dovženko, Marcel Duchamp, Viking Eggeling, Joris Ivens, Fernand Léger, Georges Méliès, Robert Nelson, Man Ray, Hans Richter, Leni Riefenstahl, Jack Smith, Dziga Vertov[...]