Ich schaff's einfach nimmer

Ich schaff's einfach nimmer (1972/73)

Regie, Kamera: John Cook, Ton: Elfie Semotan. s/w, 50 min Restaurierte Langfassung
 

Der erste Film des zur Drehzeit noch gar nicht lang in Wien lebenden Kanadiers John Cook, der sich vom Tristen, Vertrackten der Stadt und seiner Bewohner verstört wie angezogen sieht. Vor Cooks Kamera, sich selbst darbietend, das eigene Leben zelebrierend, ein vierundzwanzigjähriger, alles andere als erfolgreicher Amateurboxer und seine aufs Haar doppelt so alte Freundin, Mutter einer Kinderschar, den gemeinsamen Unterhalt als Putzfrau erschuftend. Dokumentarfilm, auf die unmittelbare, osmotische Kraft der Kamera bauend. Eine leise, traurige Arbeit über Alltagsexistenz und Alltagssprache, entstanden in einer Ära, als beides im Kino noch so unüblich ist wie die befremdliche Tatsache eines unabhängigen Filmemachers. (H.T.)
 
Eröffnung der Schau und Buchpräsentation am 29. März. Im Anschluss: Danny Krausz, Maria und Hilary Cook im Gespräch über John Cook