3 Bad Men

3 Bad Men (1926)

Regie: John Ford; Drehbuch: Ford, John Stone nach Herman Whitaker; Kamera: George Schneiderman; Darsteller: George O’Brien, Olive Borden, J. Farrell MacDonald, Tom Santschi, Priscilla Bonner. s/w, 99 min (22 B/Sek), Engl. OF Restauriert vom Museum of Modern Art
 
Vielleicht der persönlichste unter Fords Stummfilmen. Schwenk von einem Steckbrief auf die Gesuchten: drei Reiter, als schwarzer Schattenriss aus dem Sonnenuntergang hervorkommend. Keine Denunziation, sondern Tribut an eine Trinität von Outlaws. Der hagere Wolf mit Stoppelbart. Der bärbeißige und ergraute Pykniker. Der stoische Dünne, gekrönt mit Zylinder. Nachdem Ford in der großen Landrush-Sequenz (furios montierter Massenwettritt auf der Jagd nach freigegebenem Land) allen Nachgeborenen des Kinos Mores gelehrt und die Rezepte dafür geliefert hat, wie Grandeur und Tempo zu vereinen sind, scheut er nicht davor zurück, den Ingredienzien seines American-Irish Stew noch einen Schuss anarchisch-religiöser Allegorik hinzuzufügen. Die Desperados vereinen die Liebenden, befreien das County von den Ehrenmännern (den wahrhaft Bösen bei Ford), opfern ihr Leben und reiten als Geister mit ausgebreiteten Armen in Doppelbelichtung dem Horizont entgegen. (Harry Tomicek)

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