Fior di male

Fior di male (1915)

Regie: Carmine Gallone; Drehbuch: Nino Oxilia; Kamera: Domenico Grimaldi; Darsteller: Lyda Borelli, Cecyl Tyran, Fulvia Perini, Augusto Poggioli, Ruggero Barni. Farbkopie, 62 min. Ital. ZTmdU

Eine filmische Reise durch die Klassengesellschaft im Italien des frühen 20. Jahrhunderts. Lyda verbringt ihr Leben in dunklen Kaschemmen, widerwillig ist sie den Männern zu Diensten. Ihren neu geborenen Sohn kann sie nicht bei sich behalten, sie legt ihn vor eine fremde Tür. Nach einer Razzia wird sie in einem Erziehungsheim interniert, doch es gelingt ihr die Flucht, die sie zu unerwartetem Glück führt (bedeutungsschwanger in Szene gesetzt vor einem fulminant viragiertem Sonnenaufgang). Ein betagter, adeliger Gönner verhilft ihr zu einer angesehenen Position in der Gesellschaft: Sie avanciert zur Directrice in einem Modesalon. Aber die Vergangenheit holt sie ein, nur der Rückzug in das weitläufige Anwesen ihres Gönners bietet noch Schutz. Da verliebt sie sich in einen Musiker, den sie in ihrem Haus gesund pflegt. Ihre Liebe bleibt jedoch unbeantwortet - so wendet sie sich ganz der Suche nach ihrem verlorenen Sohn zu, der ihr schließlich als Menetekel ihres früheren Lebens begegnet. (K.W.)

Mit Dank an die Cineteca del Comune di Bologna

Am Klavier: Gerhard Gruber

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