Kinopravda Nr. 6

Kinonedelja 1918 und Kinopravda 1922

Kinonedelja Nr. 1, 3, 4, 5, 21, 22, 23, 24, 25 (1918)
Regie: Dziga Vertov u.a. s/w, gesamt ca. 72 min, Russ. OmdU
Kinopravda (Auszüge VIII/4, VII/8, VIII/1, V/2, V/5, I/1, IX/4) (1922)
Konzept, Realisation: Dziga Vertov. s/w, ca. 17 min, Russ. OmdU
 
Dieses Programm enthält einige der seltensten Dokumente aus der Zeit des Bürgerkriegs und aus Vertovs Schaffen. Die Wochenschau Kinonedelja („Kinowoche“) entstand zwischen Mai 1918 und Juni 1919, insgesamt wurden 43 Ausgaben gedreht. Vertov stieß - als Textautor und Regisseur mehrerer Ausgaben - erst im Herbst 1918 dazu; es war seine erste Filmtätigkeit. Die geradlinige Aufzeichnung des Alltags im Bürgerkrieg und der politischen Manifestationen steht hier noch im Zentrum: Schon in der Nr. 1 treten Lenin und Trotzki auf - und Pavel Dybenko, Held der Revolution, der sich wegen einer verlorenen Schlacht (gegen Deutschland) vor dem Revolutionstribunal verantworten muss. Vier Jahre später startet Vertov mit seiner ganz und gar eigenen Wochenschau: Kinopravda - „Kino-Wahrheit“. Als Vorgeschmack auf das außerordentliche Kinopravda-Fest der kommenden Tage zeigen wir eine in den 1930er Jahren im MoMA (New York) hergestellte Kurz-Kompilation einiger Beiträge.
 
Einführung: Aleksandr Derjabin

Spieltermine: