Tri geroini (Drei Heldinnen) (1938)

Regie, Konzept: Dziga Vertov. s/w, 54 min, Russ. OmdU

Tebe, front! (Für Dich, Front!) (1943)

Regie, Konzept: Dziga Vertov; Co-Regie: Elizaveta Svilova; Kamera: Boris Pumpjanskij; Musik: Gravil Popov, V. Velikanov; Liedtexte: V. Lugovskoj. s/w, 45 min, Russ, OmdU
 
Inmitten stalinistischer Konformitätszwänge träumt Vertov noch einmal von seinen Lebensthemen. Tri geroini, eine Huldigung der drei Rekordpilotinnen Grizodubova, Osipenko und Raskova erzählt unter Einsatz aller Mittel der Bild-Ton-Montage von weiblichem Heldenmut, dem Fliegen und einer Tele-Gesellschaft der Radaranlagen, Funkfeuer und Langstreckenflieger, die hier „Heimat“ (rodina) heißen. Tebe, front! war Vertovs letzte größere Filmarbeit: Während des Zweiten Weltkriegs kehrte der Regisseur, der eine „gesetzmäßige Phantasie der Bewegung“ erschaffen und mehr als jeder andere zur „Entwaffnung der theatralischen Kinematographie“ beigetragen hatte, noch einmal zum (poetischen) Aktualitätsfilm zurück. Ein Paar in Kasachstan wird getrennt: Džamil zieht in den Krieg, Saule bleibt zurück, an der homefront. Ihre Arbeit im Bergwerk führt zum Metall, das an Front benötigt wird. (M.L.)
 
Einführung: Michael Loebenstein

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