Kinopravda Nr. 10, 11, 13, 14 (1922)

Regie, Konzept: Dziga Vertov. s/w, gesamt ca. 84 min, Russ. OmdU
 
Vertovs Freundschaft mit den Konstruktivisten wird in dieser Phase der Kinopravda sichtbarer: Aleksandr Rodčenko entwirft die Titel, und der Theoretiker Aleksei Gan feiert in der Zeitschrift Kino-fot die neuartige, „nur dem Medium Film eigene Rhythmik“ der Nr. 10, die „nichts mehr von konventioneller Filmästhetik hat“. Die Nr. 13 gilt als ein Opus magnum - und sie hat einen eigenständigen Untertitel: Gestern, Heute, Morgen. Ein Filmgedicht zum 5. Jahrestag der Oktoberrevolution. Die Nr. 14 ist eine Sensation auch in kunsthistorischer Hinsicht: Sie beginnt mit mobilen Installationen von Rodčenko, die zugleich als dreidimensionale Stummfilm-Zwischentitel fungieren.
 
Einführung: Yuri Tsivian

Spieltermine: