Kinopravda Nr. 21

Kinopravda 20-22 & Spielsachen

Sovetskie igruški (Sowjet-Spielfiguren) (1924)
Regie, Konzept: Dziga Vertov; Animation: Ivan Beljakov, Aleksandr Ivanov. s/w, ca. 13 min, Russ. OmdU
Kinopravda Nr. 20-22 (1924-25)
Regie, Konzept: Dziga Vertov. s/w, gesamt ca. 67 min, Russ. OmdU
 
Animationsfilm von Dziga Vertov: Sovetskie igruški thematisiert ein wichtiges Konzept, das auch in Kinopravda 21 und 22 erscheint: den Handschlag zwischen Arbeitern und Bauern („smyčka“). Kinopravda 20, 21 und 22 sind eigenständige Filmdichtungen, gewidmet den Pionieren (Nr. 20, mit einer Galerie herrlicher Kindertypen, die wir bereits aus Kinoglaz kennen wie „Das Räucherlein“ oder „Das Zigeunerlein“); dem ersten Jahrestag von Lenins Tod (Nr. 21: Leninskaja Kino-Pravda. Kinopoema o Lenine); sowie dem Bauernstand (Nr. 22: Lenin lebt im Herzen der Bauern). „Vertov gerecht zu werden, gelingt nur über den Weg des Paradoxons. Sozialer Erotiker, der er ist, versteht er sich als alles andere denn als 'Künstler'. Aber seine als Waffe gedachten Statements auf Zelluloid entziehen sich der Logik der Politiker, da sie im eminenten Sinne Kunst sind. Er gibt die Phänomene nicht bloß blind, passiv, fügsam wieder. Er orchestriert, polemisiert, verdammt, bevorzugt, und dies jeweils mit seinem Herzblut. Und trotzdem ist Vertovs Versuchen, die Realität im und mit Film neu zu gestalten, in jedem Moment eine pure Liebe zu den Dingen und Menschen, wie sie sind, abzulesen.“ (H.T.)
 
Einführung: Yuri Tsivian

Spieltermine: