Manufraktur

Programm 1: Handmade

Manufraktur (1985) von Peter Tscherkassky. s/w, 3 min
Bedtime Story (1985) von Esther Shatavsky. s/w, 6 min, stumm
Standard Gauge (1984) von Morgan Fisher. Farbe, 35 min
Instructions for a Light and Sound Machine (2005) von Peter Tscherkassky. s/w, 17 min Österr. Erstaufführung
 
In Manfraktur nimmt Peter Tscherkassky Found Footage aus Werbefilmen (Rennautos, Frauenbeine) und bringt sie auf der Optischen Bank zum Rasen: unter seinen frühen Filmen - nicht nur im Titel - die Vorahnung seines grandiosen, von atemberaubenden „handgemachten“ Effekten gekennzeichneten Spätwerks. Sein neuester Film, Instructions for a Light and Sound Machine, ist eine dem Ausgangsmaterial (Sergio Leones Italowestern The Good, The Bad and The Ugly) entsprechend barocke Summe desselben, ein Meisterwerk in CinemaScope und Schwarzweiß über den „Tod des Kinos“, die Fieberträume des Genres und die Knarzlaute von Eli Wallach (und vieles mehr ...). Als companion piece wählt Peter Tscherkassky hier Standard Gauge von Morgan Fisher, einen Klassiker der Avantgarde und Anschauungsbeispiel für fächerübergreifendes filmisches Denken. (C.H.)
 
Eröffnung der Retrospektive und Präsentation des Buches „Peter Tscherkassky“ (Hg. Alexander Horwath und Michael Loebenstein, FilmmuseumSynemaPublikationen) im Rahmen der Vorstellung am 21.9.