Taxi Driver

Taxi Driver (1976)

Regie: Martin Scorsese; Drehbuch: Paul Schrader; Kamera: Michael Chapman; Musik: Bernard Herrmann; Darsteller: Robert De Niro, Jodie Foster, Harvey Keitel, Albert Brooks, Cybill Shepherd, Peter Boyle, Martin Scorsese. Farbe, 114 min
 
Vielleicht der Höhepunkt dessen, was man amorph New Holly­wood nennt. Und vermutlich das Herzstück von Scorseses Werk. Rund­weg eine Sache stärkster Leidenschaften - passioniertes Skript, vehementes Spiel, furiose Regie. Ein Film über einen Styliten, der die Welt zu erlösen sucht: seine Säule ein gelbes Taxi, seine Wüste die Nacht New Yorks, seine Klause eine Absteige, in der er - God’s loneliest man - die Anfechtungen der Einsamkeit dem ­Papier seines Tagebuchs anvertraut. De Niros Brüten, eine leidende Wut, in der die Bombe des Unheils tickt. Nervös mit seinen Augen gesehen wie im Delirium: die Brutalismen New Yorks und ­Alp­träume des Verbrechens. Side streets und avenues, Garagen und Cafeterias als nächtliches Fegefeuer, in dem Bickle-De Niro, Ex-­Vietnam-Marine, kaputter Erzengel und kranker Heros der seventies, als nightshift cab driver seinen Job versieht. Das Finale: in Rot explodierender Kollaps. Keine Lösung, keine Befreiung. Fort­setzung der Hölle. (H.T.)

Spieltermine:

Sa 29.08.2009 21:15
(Engl. OmdU)
Fr 18.09.2009 19:00
(Engl. OmdU)