The Color of Money

The Color of Money (1986)

Regie: Martin Scorsese; Drehbuch: Richard Price nach dem Roman von Walter Tevis; Kamera: Michael Ballhaus; Musik: Robbie Robertson; Schnitt: Thelma Schoonmaker; Darsteller: Paul Newman, Tom Cruise, Mary Elizabeth Mastrantonio, John Turturro, Forest Whitaker, Iggy Pop, Richard Price. Farbe, 119 min
 
The Color of Money, sequel von Robert Rossens The Hustler, präsentiert sich als mit verrückter Liebe gemacht. Keine unmittelbare Fortsetzung, sondern ein „25 Jahre später“. Die nämlichen 25 Jahre, die zwischen beiden Filmen liegen, die Paul Newman älter und das Hollywoodkino anders geworden ist. Umkehrung: Pool-Professional Eddie Felson führt jene arrivierte Existenz, die er 1961 an seinem Widersacher George C. Scott verachtete. Er ist gerissener Geldhai, Manager, zynischer Zuhälter junger Billardtalente. Scorsese schenkt ihm einen zweiten Atem und eine schrittweise Wiedergeburt, von der der Film eine Doppelstunde lang handelt - wie aus der ­An­­betung der Farbe des Geldes wieder das Andere, der alte Rausch, die Passion des Spielens erwacht. Das impliziert das Umwenden des Lehrer-Schüler-Motivs, das unzählige Western und Samurai-­Filme prägt. Der Lehrling, wild und genialisch spielender Stenz und dummer Junge, fordert den Meister heraus. Er animiert Eddie, mit dem Queue ihn, sich und erneut die Götter herauszufordern. (H.T.)

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