The Last Waltz

The Last Waltz (1978)

Regie: Martin Scorsese; Kamera: Michael Chapman, Laszlo Kovacs, Vilmos Zsigmond u. a.; mit: The Band (Robbie Robertson, Rick Danko, Levon Helm, Garth Hudson, Richard Manuel), Bob Dylan, Emmylou Harris, Dr. John, Van Morrison, The Staples, Muddy Waters, Ron Wood, Neil Young u. v. a. Farbe, 117 min
 
Sieben Kameramänner, filmend gemäß vorgegebener Choreografie. 300 Seiten Drehplan, der jede Songzeile, jeden Griffwechsel a priori auflistet, als gälte es, einen Feldzug zu führen. Thanksgiving 1976. San Francisco. Das Abschiedskonzert der Rockgruppe The Band nach 16 Jahren on the road. Etwas, das der Jargon als Ereignis preist. Auf der Bühne der Winterland Arena neben den „Band“-Mitgliedern: Bob Dylan, Eric Clapton, Neil Young, Joni Mitchell und ­Blues-Veteran Muddy Waters (dessen dunkle Erotik die nicht mehr ganz taufrischen weißen Musiker zittern machen müsste). Trotz sensualistischer Kameraarbeit von Kovacs-Zsigmond-Chapman & Co. ein in seiner Zurückhaltung nahezu utopisch disziplinierter und dichter Musikfilm. Weder Zwischenschnitte aufs halluzinierende Publikum noch gimmicks noch visuelle Kalauer im Stil von ­Video­clips. In souveräner Montage: Bilder von Musikhandwerkern bei ihrem Job auf der Bühne. (H.T.)

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