Ramses © Herbstfilm

Ramses (2009)

Regie: Romuald Karmakar; Kamera: Frank Griebe. Farbe, 13 min

Hunde aus Samt und Stahl (1989)

Ein Film von Romuald Karmakar; Kamera: Bernd Neubauer. Farbe, 50 min
 
Eine Miniatur: ein Hauptwerk. In Ramses führt Karmakar seine ­frühen Außenseiterstudien fort und erweist einem Lieblingsfilm Reverenz (Utopia von Sohrab Shahid Saless). Karmakars persischer Nachbar erinnert sich in seiner deutschen Animierbar an die Dekaden: eine brutal-komische Erzählung über die Perversion der deutschen Gesellschaft, kulminierend in der unvergesslichen Ansage: „Ich danke der deutschen Nation, ich danke dem deutschen Volk.” Zwanzig Jahre vorher - eine andere Ansage: Karmakar beschließt, jene Menschen und Welten zu porträtieren, die das liberal-kulturbürgerliche Milieu für schlichtweg untragbar hält. Menschen aus „Randzonen“. Hunde aus Samt und Stahl ist sein erster Höhepunkt auf diesem Weg: Das damalige „Reizthema” Pitbullterrier führte Karmakar zu jenen, die mit diesen Hunden leben. Das herbe, vibrierende, filmisch ausgedrückte Verhältnis, das er zu den Prot­agonisten entwickelt, ist der pure Gegenentwurf zu jener falschen Intimität, die (bis heute) im Realitätsfernsehen und -kino regiert.

 

In Anwesenheit von Romuald Karmakar (21.3.)
 
Zum Auftakt: Präsentation des neuen Buchs über den Regisseur am 21.3. 

Spieltermine: