Une visite au Louvre

Une visite au Louvre (2004)

Regie, Drehbuch: Jean-Marie Straub, Danièle Huillet nach Joachim Gasquet; Kamera: William Lubtchansky, Irina Lubtchansky, Jean-Paul Toraille, Renato Berta, Marion Befve; Stimme: Julie Koltaï, Jean-Marie Straub. Farbe, 47 + 48 min, OmdU Version B / Frz. OF Version A Premiere
 
Ein mächtiger Entwurf von Straub/Huillet zu Cézanne, basierend auf den posthum veröffentlichten, umstrittenen Konversationen mit dem Maler, die dessen Bewunderer und Kollege Joachim Gasquet überliefert hat. Ein Film aus zwei Filmen, die sich in nur einer Einstellung unterscheiden, mithin auch eine Übung in Montage. Jeweils: ein Panoramaschwenk am Ufer vor dem Louvre, dann starre Aufnahmen von Gemälden, dazu: Cézannes packende, pointierte, polemische Ausführungen über die Werke seiner Kollegen, stilisiert vorgetragen von Julie Koltaï. Der Monolog: ein Pamphlet gegen „das Falsche“ in der Malerei, ein Bekenntnis zum Realen. Donnernde Schlussworte: „Man lege Feuer an den Louvre (...), wenn man Angst hat vor dem, was schön ist. Ich bin Cézanne!“ Nachbild: ein Kamerakreis im lichten Wald; ein Angebot, Cézannes Blick auf die Wirklichkeit anzuwenden. (C.H.)

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