Irma Vep, 1996, Olivier Assayas © Isabelle Weingarten

Irma Vep (1996)

Regie, Drehbuch: Olivier Assayas; Kamera: Eric Gautier; Musik: Philippe & Yann Richard, Luna, Sonic Youth, Ali Farka Touré u.a.; Darsteller: Maggie Cheung, Jean-Pierre Léaud, Nathalie Richard, Alex Descas, Bulle Ogier. Farbe, 99 min
 

Eines der definitiven Werke des modernen Kinos - so definitiv wie Le Mépris oder Professione: Reporter. Ein Film-im-Film, eine Schau­spielerin und ihre Rolle, und zwei Regisseure, die dieser doppelten Frau begegnen wollen: auf der einen Seite Maggie Cheung, auf der anderen Olivier Assayas bzw. Jean-Pierre Léaud (der Regisseur im Film). Irma Vep erzählt davon, wie Maggie nach Paris kommt, um in einem Remake des Feuillade-Klassikers Les Vampires die Schurkin zu spielen. Aber der Regisseur, eine Ikone der Nouvelle Vague, verliert die Kontrolle über das Projekt. Assayas’ improvisiertes Zauberspiel über Liebe/Arbeit/Kino ist auch ein sehr genauer Film über seine Zeit, über eine Beschleunigung ohne konkretes Ziel, ein Außersichsein, Aus-dem-Zentrum-Rutschen. Momente des Glücks und tiefer Traurigkeit, ineinander verschlungen. Und Sonic Youth singen: „Dreaming of a girl like me: I feel like I’m disappearing/I’m getting smaller every day/But when I open my mouth to sing, I am bigger in every way“. (A.H.)
 
Publikumsgespräch mit Olivier Assayas am 11.5.
 
Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 11.5.

Spieltermine:

Fr 11.05.2012 21:15
(Frz. OmdU)
Do 24.05.2012 19:00
(Frz. OmdU)