Paris s'éveille © Isabelle Weingarten

Paris s'éveille (Paris erwacht) (1991)

Regie, Drehbuch: Olivier Assayas; Kamera: Denis Lenoir; Musik: John Cale; Darsteller: Judith Godrèche, Jean-Pierre Léaud, Thomas Langmann, Martin Lamotte, Antoine Basler. Farbe, 95 min
 

Nach einer längeren Reise kommt der 19-jährige Adrien wieder nach Paris und quartiert sich bei seinem Vater (Jean-Pierre Léaud) ein, den er seit Jahren nicht ­ge­sehen hat. Erst kommt es zu Reibereien mit der 20-jährigen Lebensgefährtin des Vaters, die Drogenprobleme hat, doch schnell beginnen die zwei ­Jugendlichen eine stürmische Beziehung, die schließlich zu Streit und zum Verlassen der väterlichen Bleibe führt. Aus Geldmangel zieht das Paar in ein besetztes Haus, driftet in die Illegalität - und auseinander. Der bemerkenswerte dritte Film von Olivier Assayas, erfüllt von einer nüchternen Traurigkeit, inszeniert mit beiläufiger Präzision in den Milieudetails und im desillusionierten Blick auf die Beziehungen der Mittelklasse. Eine ungekünstelte Erzählung von Figuren in ständiger Bewegung (die sehr mobile Kamera stets hinterdrein), auf der Suche nach - oder auf der Flucht vor - sich selbst. (C.H.)

Spieltermine:

Mi 16.05.2012 19:00
(Frz. OmeU)
Mo 28.05.2012 19:00
(Farsi OmeU)