Les Destinées sentimentales

Les Destinées sentimentales (2000)

Regie: Olivier Assayas; Drehbuch: Jacques Fieschi, Assayas nach dem Roman von Jacques Chardonne; Kamera: Eric Gautier; Musik: Guillaume Lekeu, Emile Waldteufel, Olivier Metra; Darsteller: Emmanuelle Béart, Charles Berling, Isabelle Huppert, Dominique Reymond, Louis-Do de Lencquesaing. Farbe, 180 min
 

Jean und Pauline sehen sich zum ersten Mal auf einem Ball. Beiden ist klar, dass sie füreinander bestimmt sind. Assayas bezeichnete Les Destinées sentimentales einmal als Parenthese in seiner Entwicklung: als einen Film, den er eines Tages machen würde und dessen Gestaltung für ihn immer klar war. Egal, wo er grad stünde mit sich selbst - an der Art, wie der Film aussehen und sich ­be­wegen würde, änderte das nichts. Eine kühne Behauptung, die viel sagt über sein Verhältnis zu Jacques Chardonnes 1936 vollendeter Romantrilogie: Deren demütig-schlichter, konzis-deskriptiver Stil verlangt nach einer Haltung, die unabhängig ist von Befindlich­ keiten. Es geht nicht nur ums Handwerk in Les Destinées sentimentales, sondern auch ums Prinzip. Welches? L’amour ... il n’y a rien d’autre dans la vie ... rien, heißt es auf einer der letzten ­Seiten des Schlussbandes, Porzellan aus Limoges. Das klingt ­simpel, doch will man dies: die Reinheit des Herzens leben, so ist’s das Schwerste, was ein Mensch sich aufbürden kann. (R.H.)

Spieltermine:

Do 17.05.2012 19:30
(Frz. OmdU)
So 10.06.2012 19:30
(Frz. OmdU)