Dalla nube alla resistenza / Von der Wolke zum Widerstand

Dalla nube alla resistenza / Von der Wolke zum Widerstand (1978)

Regie, Drehbuch: Jean-Marie Straub, Danièle Huillet nach Cesare Pavese; Kamera: Saverio Diamanti, Gianni Canfarelli; Musik: J.S. Bach; Darsteller: Olimpia Carlisi, Guido Lombardi, Gino Felici, Mauro Monni, Carmelo Lacorte. Farbe, 105 min, Ital. OmdU
 
Ein Film in zwei Teilen, nach zwei Texten von Cesare Pavese, rezitiert von Laien, in teils überwältigenden, bäuerlichen Landschaften des Piemont. Teil eins: sechs Dialoge (aus „Dialoghi con Leucò“) zwischen Figuren aus der griechischen Antike, drei über das Verhältnis zwischen Göttern und Menschen, einer über einen Werwolf und zwei über das Wesen von Opferungen als Missbrauch von Herrschaft. Teil zwei (nach „La luna e i falò“): die Geschichte eines italienischen Bastardjungen, der vor den Faschisten nach Amerika floh und nach dem Krieg in sein durch Partisanenkämpfe verwüstetes Heimatdorf zurückkehrt, wo sich schließlich eine Bluttat ereignet - ebenfalls in Dialogform vorgetragen. Von der Wolke - dem Erscheinen der Götter (eigentlich: ihrer Erfindung durch die Menschen) - zum Widerstand (gegen die Götter, gegen den Faschismus): ein Partnerfilm, wie Straub angemerkt hat, zu Nicht versöhnt. (C.H.)