Die Katze

Die Katze (1988)

Regie: Dominik Graf; Drehbuch: Christoph Fromm, Uwe Erichsen nach seinem Roman Das Leben einer Katze; Kamera: Martin Schäfer; Musik: Andreas Koebner, Eric Burdon, Roger Chapman u.a.; Darsteller: Götz George, Gudrun Landgrebe, Joachim Kemmer, Heinz Hoenig, Ralf Richter. 35mm, Farbe, 117 min
 
„In zwei Stunden ist da unten Krieg“, lauten die ersten Worte, die eine Figur im Film spricht. Der Mann heißt Probek und wird sich als brillanter, allerdings nicht unfehlbarer Stratege erweisen. Die Frau, zu der er das sagt, irgendwo oben im Düsseldorfer Hotel Nikko, ist die Gattin des Filialleiters der gegenüber gelegenen Credit Bank. Sie heißt Jutta Ehser. Es ist 5 Uhr 30 am 16.6.1987. Am Abend wird alles anders sein. Probeks Satz, den erinnert jeder, der Die Katze gesehen hat. So wie niemand diesen Film vergisst – die Details vielleicht, das Hin und Her zwischen Probek und seinem Gegenüber, Hauptkommissar Voss, aber nicht den Film als Ganzes. So gehört sich das auch für ein Werk, das gleich bei seinem Erscheinen als Klassiker in spe erkannt wurde. Ein Marmorblock von Film, eine Meditation über die falsche Sicherheit der Symmetrien, gehauen mit einer Präzision bis ins letzte Detail, die zugleich an Jean-Pierre Melville und John Guillermin gemahnt. (O.M.)
 
Publikumsgespräch mit Dominik Graf 

Spieltermine: