Das Gelübde (© WDR/Thomas Kost)

Das Gelübde (2007)

Regie: Dominik Graf; Drehbuch: Martin Busch, Graf nach dem Roman von Kai Meyer; Kamera: Michael Wiesweg; Musik: Sven Rossenbach, Florian van Volxem; Darsteller: Mišel Matičević, Tanja Schleiff, Anke Sevenich, Arved Birnbaum, Nadja Becker. 35mm, Farbe, 89 min
 
1817 besuchte Christian Brentano die stigmatisierte Nonne Anna Katharina (von) Emmerick im westfälischen Dülmen; wieder zurück­gekehrt von dieser Reise, berichtete er seinem Bruder Clemens von all dem, was er dort hörte und sah. Der nun befand sich schon seit mehreren Jahren in einer Lebenskrise: Seit 1814 nahm die Religion einen immer zentraleren Platz in seinem Alltag ein, kurz überlegte er sogar, Priester zu werden. Und dann kam Dülmen. Sechs Jahre lebte Clemens Brentano dort, bis zum Tode Anna Katharina Emmericks, deren Visionen er aufzeichnete. Man kann einen anderen Kostümfilm machen, aber keinen besseren. Man kann einen anderen Film über Religion und Spiritualität machen, aber keinen besseren. Und man kann einen anderen Film über die Wirren der deutschen Geschichte machen, aber keinen besseren. Grafs großartigstes, komplexestes, enigmatischstes Werk und damit einer der drei oder vier bundesdeutschen Spielfilme der Zweitausender, um die es am Ende aller Tage gehen wird. (O.M.)
 
Publikumsgespräch mit Dominik Graf

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