Bittere Unschuld

Bittere Unschuld (1999)

Regie: Dominik Graf; Drehbuch: Markus Busch, Graf; Kamera: Hanno Lentz; Musik: Dieter Schleip; Darsteller: Elmar Wepper, Andrea L’Arronge, Michael Mendl, Laura Tonke, Peter Weiß. Video, Farbe, 88 min
 
Am Anfang ist schon – fast – alles vorbei: Eine Frau im besten Alter sagt einem Mann, dass sie habe, was er brauche, woraufhin er durchdreht und sie schlägt, bis ein weiterer Mann, den man zuvor im Halbschatten verborgen sah, das Zimmer betritt und eine ­Mädchenstimme nach Robert Larssen fragt, für den wiederum sie etwas habe. Es wird um Teenie-Liebe gehen, Vergewaltigung, Untreue und Industriespionage. Bittere Unschuld ist Kolportage hoch zwei, gestaltet als Abfolge von Szenen-Eisblöcken, angereichert mit einem verschrobenen Phantasie-Element und getragen von ­einem Musikteppich, der wie eine schmachtende Riz-Ortolani- Variante des Peer-Raben-Sounds klingt. Das alles ist so hermetisch-formalistisch, dass man von luftdicht versiegelt sprechen muss. ­Vakuumzone Deutschland. (O.M.)
 
Die Digibeta entstammt dem Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum, Berlin

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