Matinee (Foto: Renfield Productions)

Matinee (1993)

Regie: Joe Dante, Drehbuch: Charlie Haas, Jerico Stone; Kamera: John Hora; Musik: Jerry Goldsmith; Darsteller: John Goodman, Cathy Moriarty, Simon Fenton, Robert Picardo, Dick Miller, John Sayles, Belinda Balaski, Naomi Watts, Kevin McCarthy. 35mm, Farbe und s/w, 98 min

 
Kinofieber und Kubakrise: der ideale Stoff für Joe Dante, einen von Amerikas führenden Popkultur-Connaisseuren. 1962 steigern sich in Key West die Erwachsenen ins Kriegsfieber, während die Jugendlichen ein Filmereignis erwarten: die Ankunft des selbsternannten „number one fright master“, eines Regisseurs, der B-Pictures mit Gimmicks unters Volk bringt (reales Vorbild: William Castle). Der ­Höhe­punkt der atomaren Angst – vom anderen fright master, JFK, übers Fernsehen gesteuert – scheint ihm der richtige Zeitpunkt, um einen Horrorfilm zu starten: Die Premiere seiner Billigproduktion über einen durch radioaktive Strahlung erzeugten Ameisenmenschen, Mant!, wird durch das Zusammenspiel schräger ­Spezial­effekte, folgenschwerer Irrtümer und rachsüchtiger Ameisenmenschenverkörperer zum unvergesslichen Erlebnis. Alle Absurditäten verblassen gegen diejenigen im Zeichen der großen Polit-Show: „It’s not the Russians – it’s Rumble-Rama!“ (C.H.)

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