The Prisoner of Shark Island

The Prisoner of Shark Island (1936)

Regie: John Ford; Drehbuch: Nunnally Johnson; Kamera: Bert Glennon; Musik: R.H. Bassett, Hugo Friedhofer; Darsteller: Warner Baxter, Gloria Stuart, Claude Gillingwater, Harry Carey, John Carradine. s/w, 96 min, Engl. OF
 
Ein mitreißendes Frühwerk Fords, am Vorabend der Vollendung seiner Kunst inszeniert - und paradigmatisch damit beginnend, dass Abraham Lincoln, der in Fords weiterem Werk eine Schlüsselposition einnehmen wird, sich zum Kriegsende sein Lieblingslied wünscht: Dixie. Die Geschichte von Samuel Mudd, einem Südstaaten-Doktor, der - ohne es zu wissen - John Wilkes Booth auf der Flucht nach dem Lincoln-Attentat behandelte und dafür, nachdem er der Todesstrafe nur knapp entrann, zu lebenslanger Haft auf einer Gefängnisinsel vor Florida verurteilt wurde. Seine Begnadigungsanträge und Fluchtversuche scheitern, aber als eine Epidemie ausbricht, wendet man sich verzweifelt an ihn. Ford inszeniert mit hohem Tempo, gibt einigen seiner stock company members formidable Rollen und gestaltet die Gefängnisszenen in herausragend expressionistischer Manier. (C.H.)