The Life and Death of Colonel Blimp

The Life and Death of Colonel Blimp (1943)

Regie, Drehbuch: Michael Powell & Emeric Pressburger; Kamera: Georges Périnal; Musik: Allan Gray; Darsteller: Anton Walbrook (i.e. Adolf Wohlbrück), Roger Livesey, Deborah Kerr, Roland Culver, Albert Lieven. 35mm, Farbe, 163 min

 
In glorreichem Technicolor: 1901 bis 1943, vom Burenkrieg zum Blitzkrieg, vom Ersten Weltkrieg zum Zweiten. „Da sich The Life and Death of Colonel Blimp als Meisterwerk nicht nur des sarkastischen Kinos darbietet, pulsiert der Film im herrlichen Herzschlag des Widerspruchs. Blimp ist einerseits eine grimmig gemalte Klischee-Figur, die Powell & Pressburger dazu dient, Hohn über die steiflippige Klasse und die britisch-koloniale Welt zu gießen – und dies im Kriegsjahr 1943. Churchill, der aus einsehbaren Gründen ein für ihn psychopathisches Werk zu verbieten sucht, übersieht, dass der Film auch in nicht-sarkastischer Lesart seine Gültigkeit bewahrt: als Epos des Scheiterns und Abgesang auf Britanniens Militärkaste.“ (Harry Tomicek) Wohlbrück, als deutscher Freund und Gegenspieler des Helden, erklärt einmal überrascht, dass Colonel Blimp ein „erstaunlich romantischer“ Engländer sei. Dies, so Martin Scorsese, müsse man auch über den Film selbst sagen – „it is an astonishing act of love on the part of the film-makers“.

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