The Long Voyage Home (Foto: Viennale)

The Long Voyage Home (1940)

Regie: John Ford; Drehbuch: Dudley Nichols nach Einaktern von Eugene O’Neill; Kamera: Gregg Toland; Musik: Richard Hageman; Darsteller: John Wayne, Thomas Mitchell, Mildred Natwick, Barry Fitzgerald, Ward Bond. s/w, 105 min, Engl. OF
 
Einsame Reise. Die Heimfahrt über die Wüste des Meeres ist nicht nur lang, sie ist unbeendbar. Ein Seestück, hermetisch trotz Weite, beklemmend statisch trotz Fortbewegung des Schiffs. Weder Heimathafen noch Zuhause winken den Skippern der „Glencairn“. Eine Galerie klobiger, komischer, würdevoller Verlierer, allesamt tragisch: Ersatzfamilie einsamer Existenzen und Reisender ohne Ankunft. Ein definitiver John-Ford-Film über Heimat, Gemeinschaft, Scheitern, die drei Fixsterne seines Werks - die erste unerreichbar, die zweite Substitut, das letzte allgegenwärtig. Jedes der Details realistisch, ihre Summe eine Metapher des Lebens. Dunkel. Schwere, Schwarzweiß. Das Gewicht der Langsamkeit. Gesichter wie Landmarken, im Raum gestaffelt. Die Kamera nahe am Boden. Gegenlicht. Schimmernder Nebel. Muster und Last der Schatten. Schärfentiefe vom Nächsten zum Fernsten. Ein Film signiert von Gregg Toland und Dudley Nichols. Und, zum ersten, zweiten, dritten: von John Ford. (Harry Tomicek)