Antigone

Antigone (1991)

Regie, Drehbuch: Danièle Huillet, Jean-Marie Straub nach Hölderlin, bearbeitet von Brecht; Kamera: W. Lubtchansky, I. Lubtchansky, N. Eprendre; Musik: B.A. Zimmermann; Darsteller: Astrid Ofner, Ursula Ofner. Farbe, 99 min, Dt. OF
 
Die Tragödie von Ödipus’ Tochter, die sich gegen Kreon, den Herrscher von Theben auflehnt. Ein Familienstreit in Worten, der zum Kampf auf Leben und Tod gerät. Die Antigone des Sophokles in Hölderlins Bearbeitung, von Brecht für die Bühne adaptiert, im Amphitheater von Segestos auf Film gebannt. Straub/Huillet: „In der Antigone wird die Gewalt aus der Unzulänglichkeit erklärt. Der Krieg gegen Argos ist das Resultat der Misswirtschaft in Theben. Die Beraubten sind gezwungen, zu Räubern zu werden. Das Unternehmen übersteigt ihre Kräfte. Das elementar Menschliche drängt zur Explosion, wenn die Unterdrückung zu groß wird. Alles wird auseinander geworfen, in die Vernichtung.“ Und: „Der Golfkrieg war der monströseste Kreuzzug in der Menschheitsgeschichte, und wenn das keine Spuren hinterlassen hätte in unserer Arbeit, egal wie man dazu steht, und wenn dies nicht im Film stecken würde, dann wären wir keine Menschen.“ (C.H.)