The Quiet Man

The Quiet Man (1952)

Regie: John Ford; Drehbuch Frank S. Nugent nach der Erzählung von Maurice Walsh; Kamera: Winton C. Hoch; Musik: Victor Young; Darsteller: John Wayne, Maureen O’Hara, Barry Fitzgerald, Ward Bond, Victor McLaglen. 35mm, Farbe, 129 min

 
Ein Glücksaugenblick, lang wie ein Film. John Ford erbringt seine Liebeserklärung an Irland. Es assistieren: Maureen O’Hara (schön, rothaarig und wild). Victor McLaglen (aufgeplustert vor Schlägerfreude und Potenz) und, bewehrt mit Melone und Blazer, ein auch nicht klein geratener Angelsachse, in dessen Hüftschwung wir John Wayne wiedererkennen dürfen. Der Versuch, alte in neue Heimat zu verwandeln; ein Drama von Aufbruch und gewaltsamem Bruch. Ford beschreibt beides mit den Säften des Humors und seiner reichen Gabe, innere Spannung in physische Entladung umzusetzen. Ein Kuss, just zu Regenbeginn, dann Abfolgen von Sturheit, gekränktem irischem Stolz und vergeblichen Zähmungsversuchen. Im Finale Fausthiebe wie Glockengeläut oder wie das Donnern eines ersehnten Gewitters. Der Faustkampf als märchenhaftes Ritual einer Gemeinschaft, als Fest, Austrag und Aufhebung der waltenden Gegensätze. Ein Lust-Spiel in der ursprünglichen und umfassenden Bedeutung des Wortes. (H.T.)

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