The Searchers, 1956, John Ford

The Searchers (1956)

Regie: John Ford; Drehbuch: Frank S. Nugent nach dem Roman von Alan LeMay; Kamera: Winton C. Hoch; Musik: Max Steiner; Darsteller: John Wayne, Jeffrey Hunter, Vera Miles, Ward Bond, Natalie Wood, John Qualen, Harry Carey, Jr., Hank Worden. 35mm, Farbe, 119 min

 
Die Tür einer Ranch öffnet sich hinaus auf die goldfarbene Weite der Wüste. Im schwarzen Torrahmen eine Frau, die in die Ferne späht. Aus der Wildnis nähert sich ein Reiter. „What makes a man do wander, what makes a man do roam?“ In Rhythmus und Komposition das Wunder eines filmischen Inbegriffs: Ankunft! Am Ende nochmals die gleichen Bilder, und doch ganz anders im Ähnlichen. John Wayne, der Ethan Edwards, der Ahab ist, der tragisch Heimatlose, vermag nicht einzutreten ins Haus und wendet sich wieder der Wüste zu, und der Sänger der Titel-Ballade hebt an zu singen: „A man will search his heart and soul, go searching way out there ... Ride away, ride away, ride away.“ Eingangs eine vergebliche Heimkunft, im Finale ein Erfolg im Suchen. Und doch scheitert Ethan, weil er ein von Comanchen entführtes Mädchen, aber nicht sich selbst gefunden hat. Ein Film wie ein doppeltes Leuchten. Außen Hollywood-Erzählkino, dahinter Verzweiflung und Qual in einer Schrift der Dunkelheit. (H.T.)

Spieltermine: