Little Fugitive

Little Fugitive (1953)

Regie, Drehbuch: Ray Ashley, Morris Engel, Ruth Orkin; Kamera: Engel; Musik: Eddy Manson; Darsteller: Richard Brewster, Winifred Cushing, Jay Williams, Will Lee, Charlie Moss. 35mm, s/w, 75 min*

 
Zum Auftakt:

Jazz of Lights (1954) von Ian Hugo. 16mm, Farbe, 17 min**

 
Dem siebenjährigen Joey wird ein Streich gespielt: Er glaubt, seinen Bruder getötet zu haben und flieht nach Coney Island, wo er sich einen Tag im Vergnügungspark durchschlägt, während verzweifelt nach ihm gesucht wird. Aufbruch in eine neue Ära: Little Fugitive war das in Venedig prämierte Pionierwerk, mit dem ein unabhängiges US-Kino internationale Aufmerksamkeit erlangte. Der bahnbrechende Naturalismus dieses kleinen Debüt-Wunders wurde zu einer wichtigen Bezugsgröße für die Neuen Wellen der nächsten Dekaden, insbesondere in Frankreich. Mit versteckter Kamera und Laiendarstellern gelang es Morris Engel und seinen Mitstreitern, die Lebenswirklichkeit der Epoche einzufangen, während sie völlig in die Erfahrungswelt ihres kleinen Helden eintauchten. Präludium: die Lichter des Times Square als abstraktes Gedicht von Formen und Farben zum Sound der Elektronik-Pioniere Louis und Bebe Barron. (C.H.) 
 

* Preserved by the Museum of Modern Art with support from the National Endowment for the Arts, The Film Foundation and The Celeste Bartos Film Preservation Fund
** Preserved by the Library of Congress through the National Film Preservation Foundation's Avant- Garde Masters Grant program funded by The Film Foundation

Spieltermine: